Auf ihrem Eroberungszug durch die Wälder
Germaniens stehen die Römer vor den Toren von Argeste. Die Germanen
rüsten sich für den Kampf: In den beiden Rennöfen –
frühe Vorläufer der Hochöfen des Ruhrgebiets – entfachen
sie das Feuer der Vorhölle, um Eisen für die Herstellung von
Waffen zu gewinnen, und in ihrem den Göttern geweihten Heiligtum
entzünden sie Feuerräder und lassen sie durch den Wald rollen,
um ihre Götter gnädig zu stimmen. ![]() Während dessen bemühen sich die Römer, das, was sie unter Kultur verstehen, im kalten Germanien Fuß fassen zu lassen: In Tavernen und Thermalbädern genießen sie das Leben, und natürlich spielen sie Theater. Ihre Männer allerdings haben täglich ein großes Exerzier-Programm in geradezu preußischer Disziplin zu bewältigen. ![]() Kultur gibt es aber auch bei den Germanen, z.B. wenn sie zusammen kommen, um Dichterwettstreite zu veranstalten. Wer sich ein Gedicht ausdenkt, in dem es um Römer geht und was zu ihnen im Gegensatz steht, muss auf den Tisch und seine Verse der versammelten Germanenschaft vortragen. ![]() Spannend wird es, als die Germanen Einlass in das Heerlager der Römer verlangen. Dabei sind unter anderem Sprachprobleme zu bewältigen – kein Problem, wenn man nicht nur Dolmetscher, sondern auch Hände und Füße hat. ![]() Was sich sonst noch alles im Spieldorf Argeste tut, können sie aktuell verfolgen in Video-Zusammenschnitten, die Sie unter www.2010tv.de finden. Denn das Historische Spiel, an dem sich auch 20 Jugendliche aus Cava dei Tirreni / Italien beteiligen, findet als Schwerter Veranstaltung im Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010 statt und wird von einer Gruppe von Jungfilmern der Ruhrakademie Schwerte dokumentiert. |