Bürgerbäder gründen Netzwerk

Kommunen brauchen bürgerschaftliches Engagement

„Bürgerbäder: Orte für Ideen und Engagement“ – unter diesem Motto wird am kommenden Sonntag, 23. März im Elsebad der Bundesverband „Netzwerk Bürgerbäder e.V.“ gegründet. Um 11 Uhr werden Vertreter von mindestens 14 Bürgerbädern in Nordrhein-Westfalen im Schwerter Bürgerbad eintreffen, um sich in einem Netzwerk zusammenzuschließen. Ziel ist der Austausch von Erfahrungen mit dem Badbetrieb und Veranstaltungen, sich gegenseitig Anregungen für die Förderung der ehrenamtlichen Arbeit zu geben und durch gemeinsamen Einkauf wirtschaftliche Erleichterungen zu erzielen.

Da immer mehr Städte und Gemeinden ihre Bäder aus Kostengründen schließen, ist die Alternative „Bürgerbad“ inzwischen aus dem Status des 'exotischen' herausgetreten, Bürgerinitiativen sind zu einem wichtigen Ansprechpartner für die früher oft sehr skeptischen Kommunen geworden.

Diese Initiativen retten aber nicht nur Einrichtungen für den Schwimmsport, vielmehr können die BürgerInnen durch ihr zivilgesellschaftliches Engagement für 'ihr' Bad an der Gestaltung öffentlichen Lebens aktiv mitwirken und -entscheiden.

Das wird inzwischen auch von immer mehr Kommunen geschätzt: So wird der Schwerter Bürgermeister Heinrich Böckelühr mit einem Grußwort seine Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements zum Ausdruck bringen. Und die Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses, lobt die hier entstehende Verantwortungsgemeinschaft. Sparkonzepte verwandelten sich so vielerorts in attraktive und unverwechselbare Treffpunkte.

Die Gründungsversammlung am kommenden Sonntag ist der Startschuss für die überregionale Vernetzung solcher Bäder und Bad-Ideen. Der Zusammenschluss wird helfen, die Stabilität und den guten Ruf bürgerschaftlichen Engagements zu sichern und zu steigern.

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