Mehr Sonne statt mehr Zuschuss

Partnerschaft zwischen Stadt und Bürgerbad bekräftigt
Dass die „13“ nicht unbedingt Unglück bringt, zeigte das 13. Treffen von Bürgermeister Heinrich Böckelühr und seinem Verwaltungsvorstand mit Vorstand und Geschäftsführung des Elsebades am vergangenen Freitag (30.8.).
In guter Atmosphäre, unterstützt von Kaffee und Kuchen, tauschte man sich beim turnusmäßigen Freibad-Besuch über die aktuelle Lage des Bürgerbades aus. Elsebad-Vorstandsmitglied Hartmut Bröking berichtete über die Arbeiten, die im vergangenen Winter das Team Elsebad beschäftigten: Teile des 1,7 km langen Zauns rund um das Badgelände wurden erneuert, zwei neue Schaukeln wurden errichtet, die Elektro-Installation an der Festhalle wurde grundsätzlich überarbeitet und der Terrassenbelag erneuert. Finanziert wurden diese Investitionen aus Bürgerspenden an den Förderverein. Für den kommenden Winter ist die Erneuerung des fast 75 Jahre alten Hauptweges zum Kiosk vorgesehen; dafür hat die Sparkassen-Stiftung 10.000 € zur Verfügung gestellt. „Es ist uns wichtig, Bau und Anlagen immer in einem guten Zustand zu erhalten und in die Weiterentwicklung zu investieren.“, betonte Vorsitzender Thomas Wild.
Im Rückblick auf den Sommer erläuterte Geschäftsführerin Annette Wild, dass nach den sonnigen Monaten Juli und August sowie der leichten Erhöhung der Eintrittspreise sich die Einnahmen gegenüber den letzten beiden defizitären Jahren verbessert haben – angesichts weiter gestiegener Kosten eine beruhigende Entwicklung. So hofft man im Bürgerbad, im Jahr 2013 ohne eine zusätzliche Finanzspritze aus dem Förderverein auskommen zu können.
Dass zur Zeit eine Erhöhung des jährlichen Zuschusses der Stadt Schwerte in Höhe von 52.000 € nicht möglich ist, machte Bürgermeister Heinrich Böckelühr deutlich: „Die gesetzliche Vorgabe des Landes, im Jahr 2016 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, hat absoluten Vorrang.“, und stieß damit auf Verständnis: Mehr Sonne statt mehr Zuschuss ist eine zumindest in diesem Jahr eingetroffene Maßgabe der Finanzierung des Bürgerbades – wobei Engagement und Spendenbereitschaft der Bürger die Sonne erst richtig zum Strahlen brachten.
Gleichwohl sagte der Bürgermeister praktische Unterstützung durch Dienststellen der Stadt Schwerte zu. So hofft man auch, die Parkprobleme bei Hochbetrieb durch die Aufstellung von Halteverbotsschildern an Engstellen bewältigen zu können, nachdem Ende Juli Elsebad-Mitarbeiter die Parkplatz-Suchenden beraten und die Situation dabei beobachtet haben. Jutta Pentling vom Beschwerdemanagement im Rathaus versprach außerdem, das Elsebad über gelegentlich eingehende Beschwerden zügig zu informieren, damit Ursachen für möglichen Unmut gegenüber dem Bürgerbad leichter beseitigt werden können.
Die Willkommens-Kultur in Schwerte möchte das Elsebad stärken: Die bei Neubürgern beliebten Schnuppergutscheine für einen Sonnentag im Elsebad sollten über städtische Stellen auch den nach Schwerte kommenden Flüchtlingen zugute kommen – eine Anregung, die der zuständige Beigeordnete Hans-Georg Winkler gern aufnahm.
Die Möglichkeit, sich nach dem 3-stündigen Gespräch und der Verabredung für das nächste Jahr im Elsebad-Wasser abzukühlen, nahm schließlich der sportlich ambitionierte städtische Finanzchef Peter Schubert gern wahr. Er wird dort mit besonderem Wohlgefühl die Wirkung des städtischen Zuschusses genossen haben.

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