1938 - 1993

Elsebad während des Krieges

1938
Auf Initiative des Fabrikanten Wilhelm Hidding (Kettenfabrik Theile) und unter Beteiligung des Amtes Ergste, der Gemeinde Villigst und des Stahlwerks Ergste beginnen die Bauarbeiten am Elsebad unter Mithilfe des Reichsarbeitsdienstes. Investitionssumme: 70.000 Reichsmark.

30. Juli 1939
Das “Freibad Elsetal” mit 50m-Becken und Planschbecken wird feierlich eröffnet. Das Wasser wird dem Elsebach entnommen und zunächst durch Absetzbecken geleitet, bevor es ins Schwimmbecken kommt. Der Eingang befand sich am “Appel-Althoff-Kiosk”. Erster Bademeister ist Karl Köster. Wegen des Krieges wechselten die Bademeister schnell und es wurden auch weibliche Bademeisterinnen eingestellt.

1948
Günter und Else Lemmes führen regelmäßig Schwimmkurse durch.

1964
Einbau einer Umwälzanlage.

1967
1. Schulschwimmwettkampf des Amtes Ergste im Elsebad; Gründung der DLRG-Ortsgruppe Ergste-Villigst im Elsebad.

1970
Bei Erneuerungsarbeiten wird die hohe Kante am Beckenrand und die “Pissrinne” ersetzt durch einen flachen, gefliesten Rand; dabei wird auch das 3m-Sprungbrett demontiert. Der Badeingang wird von seinem vorübergehenden Platz am Wiesentor an die heutige Stelle verlegt.

1973
Eine Anlage zur Erwärmung des Badewassers nimmt den Betrieb auf und sorgt dafür, dass die geringer gewordenen Besucherzahlen wieder steigen.

1975
Im Zusammenhang mit der Gebietsreform übernimmt die Stadt Schwerte das Elsebad vom aufgelösten Amt Ergste.

1978
“Freizeitpark Elsetal” – Pläne zur völligen Umgestaltung des vorderen Elsetales scheitert an zu hohen Kosten.

Ende der 80-er
Die Stadt Schwerte entwickelt ein Bäderkonzept, in dem es u.a. für die bisher betriebenen Freibäder (Elsebad und Schützenhof) keinen Platz mehr gibt. Beide sollen zugunsten des “Freizeit-Allwetter-Bades (FAB)” geschlossen werden. Die Stadt Schwerte erhofft sich davon u.a. eine finanzielle Entlastung – eine folgenschwere Fehleinschätzung.

1993
Die 55. Badesaison im Elsebad ist die letzte: Das städtische Elsebad wird endgültig geschlossen. Der Bürgerantrag auf Erhaltung des Freibades Elsetal wird abgelehnt.

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