Protest und Wiederaufbau

Abbruch des alten Schwimmbeckens

3. Juli 1993
Ergster Jugendliche sammeln 3000 Unterschriften für den Erhalt des Elsebades und demonstrieren für ihr Ziel. Ein Bürgerantrag auf Erhaltung des beliebten Freibades in Ergste/Villigst folgt; er wird aber vom Rat der Stadt Schwerte abgelehnt.

3.November 1994
14 Tage nach der Kommunalwahl laden die Grünen zu einer Bürgerversammlung; hier findet sich eine Gruppe von Bürgern um Bernd Westerhoff, die eine Unterschriftensammlung für die Wiedereröffnung des Elsebades organisieren.

1.Dezember 1994
Der “Trägerkreis Bürgerbegehren” übergibt der Bürgermeisterin Ursula Sobelat mehr als 10.000 Unterschriften. Damit wird erstmals in NRW die Durchführung eines Bürgerbegehrens möglich.

18. Januar 1995
Der Rat der Stadt Schwerte stimmt – unter verschiedenen, hoch gesteckten Bedingungen – der Wiedereröffnung des Elsebades durch einen privaten Träger zu. Der für die Renaturierung des Elsebad-Geländes vorgesehene Betrag in Höhe von 850.000 DM wird als Investitionszuschuss bereitgestellt; für den künftigen Betrieb wird ein jährlicher Kostenzuschuss von 100.000 DM – also weit weniger, als das Elsebad bisher gekostet hat – zugesagt. Voraussetzung für die Auszahlung der Zuschüsse ist die Genehmigung eines Zuschusses für die Wiedererrichtung des Elsebades durch das Land NRW.

2. Februar 1995
Der “Förderverein Bürgerbad Elsetal e.V.” wird gegründet und nimmt schon nach einem halben Jahr das 500. Mitglied auf.

Mai 1995
Eine fachkundige Planung des zukünftigen Elsebades mit Kosten- und Finanzierungskonzept wird der Stadt Schwerte vorgelegt

10. Juni 1995
Fast 5000 Besucher kommen zum ersten “Trocken-Anbade-Fest” des Fördervereins auf das Gelände des Elsebades. Zahlreiche Organisationen und Personen unterstützen den Verein, u.a. DLRG Ergste-Villigst, SG Eintracht Ergste, THW, Kindergärten und Schulen, Naturschutzjugend und Andy Möller (BVB).

Februar 1996
Die “gemeinnützige Badbetriebsgesellschft mbh” wird gegründet. Sie soll Betreiberin des wiedererrichteten Elsebades werden.

8. – 10. Juni 1996
Zu unserem 3-tägigen Sommerfest kommen mehrere Tausend Elsebadfreunde ins “still”-gelegte Bad. Sie erleben u.a. die große Soulfingers-Party mit vielen musikalischen Gästen, das große Familienfest am Samstag und am Sonntag, nach dem ökumenischen Gottesdienst, eine Podiumsdiskussion mit NRW-Innenminister Kniola. Das Elsebad erlebt eine großartige Solidarität, die quer durch alle Bevölkerungsgruppen geht.

Dezember 1996
Endgültiger Ratsbeschluss für die Wiedereröffnung des Elsebades. Baukostenzuschuss: 850.000 DM, jährlicher Betriebkostenzuschuss 100.000 DM (Voraussetzung: Bewilligung der Landesmittel)

31. Mai 1997
Symbolische Grundsteinlegung im Elsebad; die Landesmittel sind zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht bewilligt, d.h. die Zukunft des Bürgerbades bleibt ungewiss.

20. Juni 1997
Bewilligung von ca. 337.000 DM Landesmittel durch den Regierungspräsidenten Arnsberg.
Unmittelbar nach der ersten Freudenfeier ist der langerwartete Baubeginn im Elsebad. Von jetzt an heißt es nicht nur für Mitglieder des Fördervereins: “Samstag ist Elsebadtag”. Rund 100 Helferinnen und Helfer stellen während der gesamten Bauzeit – und darüber hinaus – ihre Kraft und Kenntnisse ehrenamtlich in den Dienst des Elsebad-Aufbaus – angefangen von Planung und Statik von Maike und Can Yeger über die Bauleitung, Abbruch und Aufbau bis zur Herrichtung und Pflege des Geländes. Gleichzeitig steuern ungezählte Spenderinnen und Spender mit finanzieller und sachlicher Unterstützung ihren Obulus zur Wiedereröffnung bei. Am Ende steht ein gänzlich runderneuertes Elsebad da, mit einem nagelneuen Schwimmbecken in Edelstahl, gänzlich neuer Technik zur Wasseraufbereitung, einem deutlich vergrößerten Planschbecken und einem sehr schönen Badgebäude mit skandinavischem Freizeitcharme.
Die Wiederrichtung des Elsebades kostet alles in allem ca. 2 Mio. DM, d.h. mehr als ein Drittel der Kosten wird durch die Bürger der Stadt Schwerte in Form von Spenden und Eigenleistungen beigesteuert.

Pause der Helfer
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