Workshops

Gut Ding will Weile haben
In den Osterferien 2018 findet vom 26. bis zum 29.03.2018 wieder ein WorkShop für Kinder statt. Unter dem Titel “Gut Ding will Weile haben” können die Kinder verschiedenen mittelalterlichen Handwerken nachgehen – und gemeinsam das auf dem Holzfeuer gekochte Mittagessen einnehmen. Mehr Informationen zu Inhalt, Anmeldung und Kosten finden Sie in dem unten verlinkten Flyer zur Veranstaltung.

Gut Ding will Weile haben - Osterferien 2018 in Argeste

Weitere WorkShops (Dasmaszener Stahl schmieden; Wenn der Vater mit dem Sohne …) finden Sie in unserem Terminkalender.

Vater-Sohn-Schmieden 2017
„Feuer und Männer: Das passt einfach zusammen!“ Eine mehr als richtige Aussage. Ich selbst bin seit 5 Jahren bei dem Historischen Spiel dabei, anfangs nur als Teilnehmer, doch seit 2 Jahren auch als Jungteamer. Bisher hatten mein Vater und ich wenig Erfahrung im Schmieden. Nur so nebenbei auf Weihnachtmärkten oder Kindergeburtstagen haben wir das Eisen ´mal zum Glühen gebracht.
Aber so, dass man den ganzen Tag in einer so tollen Kulisse wie im historischen Dorf Argeste an der frischen Luft ist, das war schon toll. Bei Temperaturen im Dezember von ca. 8 Grad, aber viel Sonnenschein, waren die Rahmenbedingungen perfekt.
Beim Vater-Sohn-Schmieden vor Silvester 2017 war auch mein kleiner Bruder dabei. Die Betreuung an diesem Tag war super. Es gab vier Feuerstellen, so dass jede Familie viel Raum zum Arbeiten hatte.
Die erste Lektion war, ein Feuer auch ohne Feuerzeug zu machen. Wir hatten einen Feuerstein, Zunder und das sogenannte Feuereisen. Damit ging es los. Wir hatten den Luxus, dass ein Kompressor Luft von unten in das Feuer pustete, während die anderen Feuerstellen wirklich mittelalterlich mit Blasebälgen angeheizt wurden. Als die Glut heiß genug war, ging es ans Schmieden: Aus einer Stange Eisen wurde ein Messer, komplett faszinierend, ein großer Spaß. Olaf, den Leiter, konnten wir immer fragen. Wenn wir das glühende Eisen aus dem Feuer nahmen, glühte es fast schon gelb-orange. Da Papa anfangs Probleme mit dem Handgelenke hatte, hielt er nur das heiße Eisen mit einer Zange fest. Mein Bruder und ich durften „feste draufhauen“.
„Gib sie mit die Schüppe“, ein anderer Ausdruck für „Hau drauf!“, wurde immer wieder gerufen, wenn man das Werkstück aus der heißen Glut nahm. Es wurde viel gelacht und cool ist, dass man der Fortschritt seiner Arbeit ganz klar verfolgen kann. Insgesamt haben wir in 6 Stunden 2 Messer geschmiedet.
Zur Mittagszeit gab es auch ein ganz traditionelles Essen: Erbsensuppe. Gekocht wurde über dem offenen Feuer. Malzbier und „Würzwein“ rundeten das Essen ab. Nach 6 Stunden ist man dann aber doch schon mal sehr platt, wenn man immer am Feuer steht und zum Schmieden immer wieder den schweren Hammer schwingen muss.
Alles in einem war es ein sehr schöner Tag. Wann schmiedet man schon mal mit seinem Vater ein Messer! Wann steht man schon einmal am offenen Feuer? Wann darf man mit einem Hammer so richtig auf einen Amboss „kloppen“? Meine Empfehlung: Selber mal mitmachen!
(Text: Konstantin Thimm)

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