Workshops und Kindergeburtstage

Handwerker-WorkShops in Argeste
Bei den WorkShops im Dorf Argeste kommen kommen Kinder und Erwachsene zusammen, um sich miteinander in verschiedenen mitelalterlichen Handwerken zu erproben. Oft geht es um Feuer und Metall: beim Schmieden, beim Bronze- und Zinnguss, aber auch andere Handwerke spielen eine Rolle, zum Beipiel Seifensieden, Färben und Filzen oder die Kunst des Bogenbaus. Immer geht es darum, mit den eigenen Händen etwas herzustellen, Techniken zu erlernen, sich in Geduld zu üben oder überraschende Entdeckungen zu machen über die Rohstoffe, mit denen alltägliche Gegenstände hergestellt werden. Die WorkShops finden in den Fachwerkhäusern rund um den Marktplatz von Argeste statt, dem Ort der Historischen Spiele (Herbstferien); dieses Dorf bietet eine anregende Umgebung, in der man sich in die Zeiten, in denen die erprobten Handwerke den Alltag prägten, leicht hineinversetzen kann.
Weiter unten auf den Flyern, die Sie hier herunterladen können, finden Sie genaue Informationen über Termine und Themen, Kosten und Anmeldeformalitäten der nächsten Workshops.

28./29. April 2018: Bronze-Guss

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15./16. September: Damastschmieden

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29. / 30. Dezember 2018: Wenn der Vater mit dem Sohne - Familienschmieden

Wollen Sie einen Kindergeburtstag in Argeste feiern? Von “Schäfchenweich und kunterbunt” bis “Eisen glüht” können sie mit der Geburtstagsgesellschaft hier einen spannenden Nachmittag verbringen. Schauen Sie in unseren Flyer – und sprechen Sie uns gern an.

Kindergeburtstage in Argeste

Vater-Sohn-Schmieden 2017
„Feuer und Männer: Das passt einfach zusammen!“ Eine mehr als richtige Aussage. Ich selbst bin seit 5 Jahren bei dem Historischen Spiel dabei, anfangs nur als Teilnehmer, doch seit 2 Jahren auch als Jungteamer. Bisher hatten mein Vater und ich wenig Erfahrung im Schmieden. Nur so nebenbei auf Weihnachtmärkten oder Kindergeburtstagen haben wir das Eisen ´mal zum Glühen gebracht.
Aber so, dass man den ganzen Tag in einer so tollen Kulisse wie im historischen Dorf Argeste an der frischen Luft ist, das war schon toll. Bei Temperaturen im Dezember von ca. 8 Grad, aber viel Sonnenschein, waren die Rahmenbedingungen perfekt.
Beim Vater-Sohn-Schmieden vor Silvester 2017 war auch mein kleiner Bruder dabei. Die Betreuung an diesem Tag war super. Es gab vier Feuerstellen, so dass jede Familie viel Raum zum Arbeiten hatte.
Die erste Lektion war, ein Feuer auch ohne Feuerzeug zu machen. Wir hatten einen Feuerstein, Zunder und das sogenannte Feuereisen. Damit ging es los. Wir hatten den Luxus, dass ein Kompressor Luft von unten in das Feuer pustete, während die anderen Feuerstellen wirklich mittelalterlich mit Blasebälgen angeheizt wurden. Als die Glut heiß genug war, ging es ans Schmieden: Aus einer Stange Eisen wurde ein Messer, komplett faszinierend, ein großer Spaß. Olaf, den Leiter, konnten wir immer fragen. Wenn wir das glühende Eisen aus dem Feuer nahmen, glühte es fast schon gelb-orange. Da Papa anfangs Probleme mit dem Handgelenke hatte, hielt er nur das heiße Eisen mit einer Zange fest. Mein Bruder und ich durften „feste draufhauen“.
„Gib sie mit die Schüppe“, ein anderer Ausdruck für „Hau drauf!“, wurde immer wieder gerufen, wenn man das Werkstück aus der heißen Glut nahm. Es wurde viel gelacht und cool ist, dass man der Fortschritt seiner Arbeit ganz klar verfolgen kann. Insgesamt haben wir in 6 Stunden 2 Messer geschmiedet.
Zur Mittagszeit gab es auch ein ganz traditionelles Essen: Erbsensuppe. Gekocht wurde über dem offenen Feuer. Malzbier und „Würzwein“ rundeten das Essen ab. Nach 6 Stunden ist man dann aber doch schon mal sehr platt, wenn man immer am Feuer steht und zum Schmieden immer wieder den schweren Hammer schwingen muss.
Alles in einem war es ein sehr schöner Tag. Wann schmiedet man schon mal mit seinem Vater ein Messer! Wann steht man schon einmal am offenen Feuer? Wann darf man mit einem Hammer so richtig auf einen Amboss „kloppen“? Meine Empfehlung: Selber mal mitmachen!
(Text: Konstantin Thimm)

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